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Die Geschichte des Dorfes Minderlittgen

  Gedicht von Paul Braun (aus den 50er Jahren)

 

Wanderer gehst Du durch das Liesertal,

steig einmal die Höhen hinan,

vor vielen Jahrhunderten stand dort einmal,

die Tempelkopfburg im dunklen Tann.

 

Es war der Kelten letzte Bastion,

wohin sie vor den Römern geflüchtet,

so viele verloren ihr Leben schon,

und ihre Reihen waren stark gelichtet.

 

Auf dunklen Pfaden schlichen sie durch die Nacht,

um Wasser aus der Dreeswies` zu bringen,

auf Laumet hielten am Feuer die Römer Wacht,

und man hörte die Legionäre singen.

 

Auf der Tempelkopfburg machte die Note sich breit,

man hatte fast nichts mehr zum Leben,

und Arminus sprach: „ Es ist an der Zeit,

dass wir uns den Römern ergeben.“

 

Den letzten Bären von Freimelsbüsch,

den taten wir längst schon erjagen,

jetzt haben wir nichts mehr für auf den Tisch,

bei den Göttern, es ist zum Verzagen.

 

Ein Zicklein schlachtete man auf den Opferstein,

drei Krüge Met für Wotan und Thor,

das sollte zur Versöhnung der Götter sein,

denen man ewige Treue schwoar.

 

So zog man dann hin zu dem römischen Tribun,

man musste sich ihm ergeben,

und sollten wir sterben so werden wir`s tun,

doch Frauen und Kinder lasst leben.

 

Der Hauptmann der Römer Konsorten sprach:

„Bei Gott Zeus, ich laß Gnade walten,

ihr habt uns bereitet viel Ungemach,

habt manch stolzen Römer den Schädel gespalten.“

 

„Verdient hättet ihr alle den Tod,

ihr Germanenmänner und Frauen,

doch unten an der Heerstraß das ist mein Gebot,

dort sollt ihr ein Dorf euch bauen.“

 

Versonnen sah er zum Mosenberg hin,

der in Rauch und Feuer glühte,

doch nach Italia da ging sein Sinn,

wo schon die Weinrebe blühte.

 

Und an der Heerstraß da fang man mit bauen an,

getreu dem gegebenen Woart,

aus dem Mühlenweg karrte man die Steine heran,

„Littiakum“ nannte man den Ort.

 

In der Mitte ein mächtiger Wehrturm entstand,

denn die Zeiten waren nicht geheuer,

ein Bürger wurde zum Wächter ernannt,

der blies auf dem Kuhhorn bei Feuer.

 

Und eines Tages stand auf dem Dorfplatz ein Mann,

es war schon im Abendrot,

Sandalen und eine Kette hatte er an,

es war ein Pater von Himmerod.

 

Laut rief er und weit konnte man es Hören,

ich bring euch die Lehre von Jesus Christ,

es ist Zeit euren Göttern abzuschwören,

weil nur Gott der Wahre ist.

 

So wurden die Bürger von „Littiakum“ getauft,

in einem Bächlein ist es geschehn,

und wenn ihr mal nach Musweiler lauft,

könnt ihr die „Taufenbach“ heute noch sehn.

 

Und so gingen viele Jahre ins Land,

da kamen plötzlich von Norden,

fremde Reiter mit Mord und Brand,

Gustavs Adolfs Schwedenhorden.

 

30 Jahre nur Elend und Tod,

nur schreckliches gab’s zu bekunden,

doch eines Tages im Morgenrot,

waren die schwedischen Reiter verschwunden.

 

Doch im Lumpertsweg hausten noch dunkle Gesellen,

verbreiten Angst und Verderben,

bis die Bürger beschlossen das Gesindel zu stellen,

für ihre Untaten sollten sie sterben.

 

So schlug man sie dann nach hartem Streit,

und die noch am Leben geblieben,

zur „dicken Buche“ war es nicht weit,

da wurden sie hingetrieben.

 

Dort tagte  dann das hohe Gericht,

bestrafte das Morden und Sengen,

hinauf mit dem Pack nach Galgenbüsch,

dort tat man die Sünder hängen.

 

Als Krieg und Räubergefahr gebannt,

vorbei schienen Hunger und Not,

ein fremder Hausierer zog übers Land,

ins Dorf brachte er den „schwarzen Tod“.

 

Reiche Ernte hielt der „Gevatter Tod“,

fast war das Dorf vernichtet,

man hatte in der allergrößten Not,

sieben Pestkreuze an den Wegen errichtet.

 

Einen heiligen Eid man zum Himmel schwoar,

Herrgott solltest Du uns verschonen,

wir bauen Dir ein Haus wie nie zuvor,

darin solltest Du unter uns wohnen.

 

Die Pest verging und die Kirch ward gebaut,

mit viel Schweiß und harter Fron,

und grüßt die Bürger mit den Glocken Laut,

nun sind es zweihundert Jahre schon.

 

Einst ritten Napoleons Kürassiere in den Ort,

um Rekruten anzuwerben,

die jungen Männer des Dorfes mussten mit fort,

in Russland mussten sie sterben.

 

In der Dunkel schlugen Männer Holz für ein Haus,

da erstarrten ihre Mienen,

mitten aus dem dunkel des Waldes heraus,

war ihnen die Mutter Gottes erschienen.

 

Ergriffen sanken sie in die Knie,

und wagten nicht hinzuschauen.

Hier wollen wir Dir heilige Mutter Marie,

zur Ehr ein Kapellchen bauen.

 

So steht noch heute das Kapellchen dort,

wo dies einst geschehen soll sein,

so manchen lädt zum Verweilen der Ort,

und zu kurzem Besinnen ein.

 

Gedenken möchte ich in meiner Geschicht,

all derer die die Kriege genommen,

und die in Erfüllung ihrer Pflicht,

nie wieder heim gekommen

 

Ihre Namen sind gehauen in Stein.

Und wo sie auch ihr Leben verloren,

ihr Herz blieb hier, wie könnt es anders sein,

in Minderlittgen, dort wo sie einst geboren.